Arbeitsgrundlage und Aufgabe des TBNE

Das Allgemeine Eisenbahngesetz (AEG) verpflichtet die Eisenbahnverkehrsunternehmen dazu, daran mitzuwirken, dass…

1.
für die Beförderung von Personen, die sich auf mehrere aneinander anschließende Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs erstreckt, eine direkte Abfertigung eingerichtet wird

2. im Personenverkehr durchgehende Tarife aufgestellt werden.

 

Durch dieses Mitwirkungsgebot soll sichergestellt werden, dass Kunden der Eisenbahnen möglichst eine durchgängige Fahrkarte von der Abgangs- bis zur Zielstation erhalten können – man spricht in diesem Fall auch von einer „durchgehenden Abfertigung“.

Mitglied im TBNE: AKN

Diese gesetzliche Zielstellung entspricht sowohl den Interessen der Kunden als auch denen der Eisenbahnen – ohne eine „durchgehende Abfertigung“ müsste ein Kunde beim Umstieg zwischen zwei Eisenbahnen jeweils eine neue Fahrkarte erwerben und die vielfach praktizierte gegenseitige Anerkennung von Fahrkarten, z.B. wenn zwei EVU im SPNV den gleichen Streckenabschnitt bedienen, könnte ebenfalls nicht stattfinden.

Um dem im Allgemeinen Eisenbahngesetze verankerten Mitwirkungsgebot der durchgehenden Abfertigung nachkommen zu können, eröffnet der Gesetzgeber den Eisenbahnverkehrsunternehmen im SPNV die Möglichkeit, Vereinbarungen abzuschließen bzw. Organisationen zu schaffen. Auf dieser Grundlage arbeitet der TBNE, ebenso wie z.B. auch die in Deutschland existierenden „Verkehrsverbünde“.

An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass auch Einzelfälle auftreten können, in denen es nicht zu einem Einvernehmen zwischen den betroffenen EVU im SPNV und damit nicht zu einer „durchgehenden Abfertigung“ kommt. Ein solcher Fall existiert nach unserem aktuellen Kenntnisstand derzeit allerdings erfreulicherweise nicht.

TBNE-Flash-Alternative