Angebotsgestaltung im TBNE

Beteiligung der NE an Sonderangeboten der DB
Die DB versuchte mittels verschiedener Sonderangebote Mehrverkehr zu gewinnen. Diese wurden in den meisten Fällen mit einer von Angebot zu Angebot unterschiedlichen Verzögerung auch bei den NE eingeführt. Damit kam man dem Wunsch der Kunden nach Anerkennung der Sonderangebote nach und erfüllte die Forderung des Allgemeinen Eisenbahngesetztes in § 12, durch welche die Eisenbahnen zur Aufstellung durchgehender Preise und Angebote angehalten wurden. Jedoch wurden durch die Einführung von Sonderangeboten nicht immer die angestrebten Ziele erreicht. Nicht jedes Sonderangebot brachte höhere Beförderungszahlen. Außerdem führte die Vielzahl der Fahrpreisermäßigungen „zu einer gewissen Unübersichtlichkeit und Kompliziertheit“. Die Hauptschwierigkeit bestand jedoch darin, alle NE zur Anerkennung der Angebote zu bewegen. Obwohl sich der TBNE stets darum bemühte, alle Angebote durchgehend umzusetzen, gelang dies nicht immer. Aus wirtschaftlichen Gründen wollten und konnten einzelne NE nicht jedes Angebot anerkennen. Für sie bestand deshalb die Möglichkeit, bestimmte Sonderangebote auf ihren Strecken auszuschließen.

Da mit der neuen BC mehr Kunden für die Schiene gewonnen und die BC zu einer „Mobilitätskarte“ ausgebaut werden sollte, war die Anerkennung der neuen BC bei allen NE von „grundsätzlicher Bedeutung“. Der Ausschuss B stimmte deshalb auf einer Sondersitzung den neuen Regelungen und die verbindliche Anerkennung der neuen BC bei allen NE einstimmig zu. Die neue BC hatte somit ab 15. Dezember 2002 bei allen NE Gültigkeit.

Streckenzeitkarten und Preisbildung
In den 1950er und in der ersten Hälfte der 1960er Jahre gab es drei Berechnungsarten für die Preise der im Wechselverkehr gültigen Wochen- und Monatskarten: 1) der Fahrpreis wurde für die Gesamtentfernung aus der DB-Preistafel ermittelt, anschließend wurden die Anteile der DB und der NE ent-sprechend ihrer Kilometeranteile „nach Tausendteilen“ berechnet 2) Fahr-preisermittlung und Anteilsberechnung der DB wie in 1), der Fahrpreis für die Entfernung auf der NE-Strecke („Binnenfahrpreis“, ermittelt aus der NEPreistafel) wurde „angestoßen“, d.h. dazu gerechnet 3) die Binnenfahrpreise beider Bahnen, ermittelt aus den jeweiligen Preistafeln, wurden zusammengestoßen („Fahrpreisanstoß“) Dabei steckte hinter der etwas rätselhaften Formulierung „nach Tausendteilen“ die Auf- bzw. Abrundung auf die dritte Nachkommastelle. Da nur im Wechselverkehr mit 31 von 51 NE der Fahrpreisanstoß, ansonsten eine der ersten beiden Berechnungsarten angewandt wurde, hatte die DB geringere Einnahmen, als wenn immer die Binnenfahrpreise angewendet worden wären.

TBNE-Flash-Alternative