Schlussbetrachtung

Der TBNE hatte sich seit seiner Gründung am 20. März 1951 vielen Herausforde-rungen stellen müssen. Dabei muss gesagt werden, dass die wohl größte Herausforderung darin bestand, die in der Satzung geforderte verständnisvolle Zusammenarbeit einzuhalten.

Eine andere Herausforderung war die immer wiederkehrende Frage nach der gerechten Aufteilung der Einnahmen, vor allem aus Verkäufen von Sonderangeboten. Sowohl die DB als auch die NE hatten sicherlich berechtigte Gründe für ihre jeweiligen Forderungen. Dass in Folge der langwierigen Ver-handlungen die Reisenden den Schaden davontrugen, wurde viel zu wenig beachtet. Die im Zusammenhang mit Verhandlungen über Ausgleichszahlungen für die Anerkennung der BahnCard von der TBG getroffenen „Maßnahmen“, die mit der Gutgläubigkeit der Reisenden an einen „Kampf“ der „großen“ DB gegen die „kleinen“ NE spielte, zeigt, dass auch seitens der NE nicht immer auf eine verständnisvolle Zusammenarbeit gesetzt wurde. Eine weitere Herausforderung war das Ziel, die Interessen von 50 bis 120 verschiedenen Unternehmen anzugleichen und dabei außerdem die Wünsche der Kunden im Wechselverkehr zu beachten. Waren in vielen Fällen die Interessen der NE ziemlich gleich, so gab es auch Fälle, wie die Preisbildung bei Streckenzeitkarten, in denen sich nicht einmal die NE einig waren. In so einer Situation allen Interessen gerecht zu werden, war nicht immer möglich.

Und so zeigt sich, dass sich hinter einer funktionierenden durchgehenden Abfertigung im Wechselverkehr ein kompliziertes System, sowie eine Vielzahl an langen und nervenaufreibenden Diskussionen stehen (können).

TBNE-Flash-Alternative