Tarifanwendung

Die „klassische“ Anstoßtarifierung, also die Addition der Fahrpreise mehrerer hintereinander verkehrender Eisenbahnen auf einer Fahrkarte, spielt im modernen Schienenpersonenverkehr nur noch eine untergeordnete Rolle.


Die Anstoßtarifierung verhindert Degressionseffekte zugunsten der Fahrgäste, wie sie bei einer durchgehend entfernungsdegressiven Preisbildung über den Gesamtweg entstehen würden, führt also tendenziell zu höheren Fahrpreisen. Darüber hinaus ist diese Form der Preisbildung nur möglich, wenn auf der „anzustoßenden“ Strecke ausschließlich ein EVU allein verkehrt.


Deshalb sehen die Ausschreibungen von SPNV-Leistungen heute i.d.R. keine Anstoßtarifierung vor, damit nicht bereits ein möglicher Betreiberwechsel auf einer Strecke per se zu einer Preiserhöhung für die Fahrgäste führt.

Mitglied im TBNE: WEG

TBNE-Flash-Alternative